Neue Prüfungsaufgabe dank wp.net-Seminar: Prüfung nach dem Kapitalanlagegesetzbuch

Wirtschaftsprüfer/StB Michael Böllner

Wegen großem Anklang Wiederholung in Frankfurt.

Mit der Prüfung nach §§ 136, 159 Kapitalanlage-
gesetzbuch (KAGB) kann der WP seine Tätigkeitsfelder erweitern. Ob diese Prüfung in die Qualitätskontrolle fallen wird, prüft aktuell die WPK. Vieles spricht dafür, dass die Prüfung zur Grundgesamtheit gehören wird. Das Seminar unterstützt Sie dabei, gute Prüfungs- und Berichtsqualität abzuliefern.

Deswegen sind wir sehr erfreut darüber, dass unser FDI-Referent, WP/StB Michael Böllner, selbst mit mehreren Aufträgen betroffen, noch vor dem Prüfungsbeginn 2017 den Teilnehmern die wesentlichen Inhalte der AIF-Regulierung durch die Mitwirkung der Wirtschaftsprüfer erläutert.

Behandelt wird die Prüfung von AIF, vor allem in der Form der geschlossenen Immobilen-Investmentfonds.

Ein weiteres Betätigungsfeld für Wirtschaftsprüfer ergibt sich aus der notwendigen jährlichen Bewertung von Immobilien bei Immobilienfonds nach §§ 248 i.V.m. 168 KAGB. Auch hierzu werden im Seminar Hinweise gegeben.

Ergänzt wird das Seminar mit einem fachlichen Gedankenaustausch.

Nach unserem Start-Seminar am 31.03. 2017 mit der Prüfung und Berichterstattung bei geschlossenen Alternativen Investmentfonds (geschlossene AIF) haben wir einige Anregungen von den Teilnehmern erhalten. Wir werden deswegen unseren Vortrag erweitern:

Ein nicht unerheblicher Kreis der Teilnehmer ist auch mit der Prüfung der Kapitalverwaltungsgesellschaften beauftragt. Diesen Abschnitt werden wir beim nächsten Mal ausführlicher darstellen.

Einen aktualisierten Vortrag gib es:

• zu den neuen Regelungen für die Vergabe von Darlehen,

• zur KAMaRisk,

• zu den neuen Merkblättern (Erlaubnisverfahren, Geschäftsleiter) und

• zu den Änderungen bzw. zu erwartenden Änderungen durch die neue KARBV und die neue KAPrüfBV.

Das Seminar eignet sich also sowohl als Grundlagenseminar für Einsteiger als auch als Auffrischungsseminar für Profis.


Termin und Ort:

Am 20. Okt.  2017 in Frankfurt  im
relexa Hotel, Lurgiallee 2, 60439 Frankfurt

 

Was verbirgt sich hinter dem KAGB?

Das KAGB trat zum 22. Juli 2013 in Kraft. Es ersetzt das Investmentgesetz, dessen Regelungen in das KAGB integriert und um zahlreiche neue Produktregeln und Vorgaben erweitert wurden. Damit ist das KAGB die rechtliche Grundlage für Verwalter offener und geschlossener Fonds.


Das KAGB ist das Ergebnis der Umsetzung der europäischen Richtlinie über Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie). Es hat das Ziel, für den Schutz der Anleger einen einheitlichen Standard zu schaffen und den grauen Kapitalmarkt einzudämmen.


Die Anforderungen des KAGB gelten sowohl für Verwalter offener als auch geschlossener Fonds. Damit müssen auch Verwalter geschlossener Fonds erstmalig gesetzliche Vorgaben erfüllen, die für offene Fonds bereits seit langem gelten.


Es dient dem Schutz von Klein- und Privatanlegern und vereint erstmalig die gesetzlichen Vorgaben für Verwalter von offenen und geschlossenen Fonds.


Die betroffenen Wirtschaftsprüfer sollten Ihre bereits vorhandenen Kenntnisse einem Review unterwerfen. Die Anforderungen sind also nicht nur bei den Managern der alternativen Investmentfonds gestiegen, sondern auch von den prüfenden Wirtschaftsprüfern wird Kompetenz erwartet.

Herr Böllner wird Sie auf der Grundlage der aktuellen Kommentierungen und eigener Erfahrungen in das KAGB einführen. Am Ende der Veranstaltung sollten Sie in der Lage sein, die Prüfung nach §§ 136, 159 KAGB mängelfrei durchzuführen.

Vorläufiges Inhaltsverzeichnis des Seminars

1. KAGB – Systematik
1.1. Begriffe
1.2. Abgrenzung des Vortragthemas – Der AIF
1.3. Aufgaben der KVG

2. Geschlossene inländische AIF
2.1. Allgemeine Vorschriften für geschlossene inländische AIF
2.2. Der inländische Publikums AIF
2.3. Der geschlossene Spezial-AIF

3. Bewertungsaufgaben für den Wirtschaftsprüfer
3.1. Auftragsannahme
3.2. Haftung
3.3. Durchführung der Bewertung

4. Prüfungsaufgaben für den Wirtschaftsprüfer
4.1. Interne Rechnungslegung
4.2. Externe Rechnungslegung
4.3. Prüfungsvorschriften
4.4. Mustergliederung

Vorschriften für die Prüfung nach KAGB

§ 159 Abschlussprüfung

§ 136 ist auf die geschlossene Investmentkommanditgesellschaft anzuwenden. §136 Absatz 3 Satz 4 ist auf die geschlossene Publikumsinvestment-kommanditgesellschaft jedoch mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Bericht über die Prüfung der geschlossenen Publikumsinvestmentkommandit-gesellschaft unverzüglich nach Beendigung der Prüfung der Bundesanstalt einzureichen ist.

§ 136 Abschlussprüfung; Verordnungsermächtigung

(1) Der Jahresabschluss und der Lagebericht der offenen Investmentkommanditgesellschaft sind durch einen Abschlussprüfer nach Maßgabe der Bestimmungen des Dritten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuchs zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in einem besonderen Vermerk zusammenzufassen; der Vermerk ist in vollem Wortlaut im Jahresabschluss wiederzugeben.

(2) Die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einnahmen, Ausgaben, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten ist vom Abschlussprüfer zu prüfen und deren Ordnungsmäßigkeit zu bestätigen.

(3) Der Abschlussprüfer hat bei seiner Prüfung auch festzustellen, ob die offene Investmentkommanditgesellschaft die Bestimmungen dieses Gesetzes und des zugrunde liegenden Gesellschaftsvertrags beachtet hat. Bei der Prüfung hat er insbesondere festzustellen, ob die offene Investmentkommanditgesellschaft die Anzeigepflichten nach § 34 Absatz 1, 3 Nummer 1 bis 3, 5, 7 bis 11, Absatz 4 und 5, § 35 und die Anforderungen nach den §§ 36 und 37 sowie die Anforderungen nach Artikel 4 Absatz 1, 2 und 3 Unterabsatz 2, Artikel 9 Absatz 1 bis 4 sowie Artikel 11 Absatz 1 bis 10, 11 Unterabsatz 1 und Absatz 12 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 erfüllt hat und ihren Verpflichtungen nach dem Geldwäschegesetz nachgekommen ist. Das Ergebnis dieser Prüfung hat der Abschlussprüfer im Prüfungsbericht gesondert wiederzugeben. Der Bericht über die Prüfung der offenen Investmentkommanditgesellschaft ist der Bundesanstalt auf Verlangen vom Abschlussprüfer einzureichen.

(4) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, nähere Bestimmungen über weitere Inhalte, Umfang und Darstellungen des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers zu erlassen, soweit dies zur Erfüllung der Aufgaben der Bundesanstalt erforderlich ist, insbesondere, um einheitliche Unterlagen zur Beurteilung der Tätigkeit der offenen Investmentkommanditgesellschaft zu erhalten. Das Bundesministerium der Finanzen kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die Bundesanstalt übertragen.