Die Stimme der freiberuflichen Wirtschaftsprüfer

wp.net ist mit rund 1.000 Mitgliedern und stetig steigender Mitgliederzahl der größte Verband der mittelständischen Wirtschaftsprüfer in Deutschland. Die große Mehrheit der deutschen Wirtschaftsprüfer ist in mittelständischen Kanzleien tätig.

Die Bedürfnisse mittelständischer Wirtschaftsprüferpraxen sind bei der Ausgestaltung von fachlichen Regelungen in den letzten Jahrzehnten weitestgehend unberücksichtigt geblieben. Dies führt zu einem Qualitätsverlust bei der Erfüllung des öffentlichen Auftrages, den es im Sinne unseres Berufsstandes zu verhindern gilt.

Daher braucht die mittelständische Wirtschaftsprüfung eine eigenständige Interessenvertretung. Wir bündeln die berufspolitischen Aktivitäten unserer Mitglieder und geben der mittelständischen Wirtschaftsprüfung in Deutschland und Europa eine Stimme. Nur wenn die mittelständischen Wirtschaftsprüfer mit einer Stimme sprechen, werden sie national und international gehört werden und können ihr berufliches Umfeld mittelstandsgerecht mitgestalten.

 

Personen

Geschäftsführender Vorstand

Dem geschäftsführenden Vorstand obliegen die Geschäftsführung sowie die Außenvertretung des Verbandes.

 

Michael Gschrei, WP/StB

Michael Gschrei, München
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Ehrenamtlicher Vorstand

Die Mitglieder des ehrenamtlichen Vorstands haben nach der Satzung die Überwachungs- und Kontrollaufgabe inne.

Regina Vieler, Chemnitz
Sprecherin des Gesamtvorstandes
Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin

Tobias Lahl, Zell a. Main
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Jens Hagemann
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

 

Landesvorstände

Die Landesvorstände haben die Aufgabe, die Kontakte in den Regionen aufzubauen und die Verbindungen durch Mitgliedertreffen oder sonstige Veranstaltungen zu pflegen.

Aktuell hat der Vorstand zwei wp.net-Mitglieder zu Landesvorständen bestellt:

Rainer Eschbach, Görwihl
Vereidigter Buchprüfer, Steuerberater

Karl Spies, Mainz
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

 

wp.net Historie

Unsere Chronik informiert Sie über die Gründungsvorbereitungen des wp.net im Jahr 2004 bis zum Jubiläumsjahr 2015.

Hier erhalten Sie die Chronik bis 2015 als PDF.

 

2004

Michael Gschrei sucht Mitstreiter für die Gründung eines Verbandes für die mittelständische Wirtschaftsprüfung in Deutschland. Die neue Interessensvertretung soll ein gewichtiges Wort bei der anstehenden WP-Reform (Verhältnismäßigkeit der Qualitätskontrolle und der Sonderuntersuchung) mitreden.

2005

Die Vereinsgründung von wp.net erfolgt im Hotel Lechnerhof in München-Unterföhring am 22. Januar 2005. wp.net startet nach der Eintragung in das Vereinsregister ab Mai 2005 mit Werbeveranstaltungen in München, Stuttgart und Siegen und nimmt auch erstmals an den WPK-Beiratswahlen im Juni 2005 teil.

Ebenso mischt sich wp.net in die inhaltliche Diskussion um die VO 1/2006 ein. Dank dem starken Einsatz von wp.net wird die Verhältnismäßigkeit in der VO 1/2006 verankert.

2006

wp.net startet im Frühjahr sein Seminarprogramm u.a. zu den Themen Prüfung von Finanzdienstleistern, IFRS, Qualitätskontrolle und IKS-IT-Prüfung.

Die erste Runde der Qualitätskontrolle ist im Berufsstand abgeschlossen. Es zeigt sich, dass die kleineren Praxen und der Mittelstand überreguliert werden.

Außerdem wird auch die 7. WPO-Novelle im Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Die Sonderuntersuchung (Inspektionen) wird in Deutschland eingeführt. Gleichzeitig wird aus der WPO die Möglichkeit der Schaffung einer Gebührenordnung entfernt.

2007

Die 7. WPO-Novelle verschärft für die mittelständische Wirtschaftsprüfung weiter die Überregulierung über die EU-Vorgaben hinaus. wp.net kämpft im Rahmen der Entwicklung des IDW PS 261 erfolgreich für den Erhalt der prüffeldbezogenen IKS-Prüfung.

Auch setzt sich wp.net gegen die ungerechte Kopfpauschale bei der Umlage der Sonderuntersuchungskosten ein; erst im Jahr 2010 wird diese abgeschafft.

Mit dem Inkrafttreten der 7. WPO-Novelle im Juli starten die Sondersuchungen für die 319a-Praxen.

Ende des Jahres weist das Verwaltungsgericht Berlin die Klage des Mitglieds Gschrei gegen die Beiratswahlen 2005 endgültig ab.

2008

Im Juni 2008 finden zum letzten Mal die Beiratswahlen in Form einer Präsenzveranstaltung in Frankfurt statt. wp.net gelingt ein Achtungserfolg. Der Stein "Briefwahl" wird ins Rollen gebracht.

Das wp.net-Fortbildungsprogramm wird um die MaBV-Prüfung und um die Prüfung nach § 53 HGrG sowie um die risikoorientierte Abschlussprüfung mittels IDEA und ACL ausgebaut.

Die erfolgreiche Kooperation mit PR1MUS beginnt.

2009

Die Beiratswahlen in Form einer Briefwahl und die damit verbundene Demokratisierung der WPK wird insbesondere von dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten aus München, Dr. Axel Berg sowie von den damaligen Bundeswirtschaftsministern, Michael Glos und Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützt. Der politische Druck führt dazu, dass die WPK-Beiratswahlen im Jahr 2011 erstmals durch eine Briefwahl entschieden werden.

wp.net gibt sein erstes großes WP-Magazin 2009 heraus.

wp.net schaltet sich mit einem Projektausschuss in die Diskussion der Entwicklung des Standards IDW S7 ein und verhindert, dass bei der Jahresabschlusserstellung die Steuerberater auch den Prüfungsstandard der Wirtschaftsprüfer anwenden müssen.

Das BilMoG bringt weitere Verschlechterungen für den Berufsstand mit sich. Mit zwei Jahren Verspätung startet die Sonderuntersuchung bei allen fünf großen WP-Gesellschaften. Die fünf Großen sind die mit mehr als 25 319a-Mandaten; darunter fiel damals auch die BDO.

2010

wp.net hat sein Ziel erreicht: Der Berufsstand erhält am 1. April 2010 die Briefwahl zu den Beiratswahlen. Der Gesetzgeber ändert wegen des neuen Wahlrechts die WPO und die WPK passt in Folge die Kammersatzung und die Wahlordnung an.

Die EU gibt im Herbst das Grünbuch zur Wirtschaftsprüfung heraus, das die Positionen von wp.net in vielen Punkten bestätigt. Wegen fehlender Mängelhinweise sind aber die Grünbuchforderungen leider nur schwer vermittelbar. Die von wp.net initiierte Konsultation zum Grünbuch war die größte aller Zeiten und bringt den Server der EU zum Ausfall, so dass am Ende der E-Mail-Account wegen Überlastung gesperrt wurde.

Die im wp.net-Magazin 2009 dargestellten Mängel der Bankenprüfungen dürfte die EU-Kommission bewogen haben, die uneingeschränkten Testate bei den Bankenabschlüssen im Vorfeld der Krise zu hinterfragen.

Ende 2010 hat wp.net fast 1.000 Mitglieder.

2011

Das wp.net-Magazin 2011 erscheint.

Die von Michael Gschrei angeführte Liste gewinnt bei den Beiratswahlen alle Sitze für die Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer.

Die WPK begeht unter dem WPK-Präsidenten Michael Gschrei am 15. November ihr 50-jähriges Bestehen in Berlin.

Erst Ende 2011 wird bekannt, dass der abgewählte WPK-Vorstand kurz vor der Amtsübergabe die Kündigungsfristen für WPK-Geschäftsführer auf fünf Jahre verlängert hatte.

2012

Michael Gschrei tritt im März 2012 vom Amt des WPK-Präsidenten zurück.

Die Sonderuntersuchung wird trotz erheblicher rechtlicher Bedenken auf die APAK übertragen.

wp.net startet wieder neu durch: Michael Gschrei kehrt mit überwältigender Mehrheit an die Spitze von wp.net zurück und die Vorstandschaft wird neu aufgestellt.

Auch die Kooperation mit PR1MUS wird fortgeführt.

Im Juli verabschiedet der Beirat der WPK die Satzungsänderung zur skalierten Prüfung und der Vorstand veröffentlicht hierzu einen Hinweis. Damit wurde einer der zentralen Wahlprogrammpunkte der Gschrei-Liste umgesetzt.

Anfang Juli erfährt der Berufsstand zufällig, dass das EU-Parlament beabsichtigt, die gesetzliche Prüfungspflicht für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Deutschland abzuschaffen. wp.net reagiert sofort und fordert die Kammerführung auf, aktiv zu werden. Der Berufsstand registriert in der Folge viele Aktivitäten in Berlin, die von wp.net unterstützt und initiiert werden.

2013

Die WPK-Vorstandschaft wird wortbrüchig und der Beirat zersplittert in Gruppen. Die Gestaltungsmöglichkeiten der übriggebliebenen wp.net-Beiräte sind gering. Im Sommer gelingt es, die 2/3-Mehrheit für die neue Wahlordnung und Kammersatzung zu organisieren. Im Nachgang stellt sich heraus, dass die geforderte Spiegelbildlichkeit der Wahlergebnisse bei der Gremienbesetzung (Vorstandswahlen) von der aktuellen Vorstandschaft nicht anerkannt wird.

Die wp.net-Beiräte müssen feststellen, dass sie trotz zahlreicher Anträge keine Mehrheit gewinnen können. So wird u.a. der Abbau der Überregulierung beim Qualitätskontrollverfahren mehrheitlich vom Beirat abgelehnt.

wp.net-Beiräten wird unter Androhung des Berufsrechts verboten, über die Anhörungsrechte des Beirats zu berichten. Die WPK erleidet eine Schlappe, weil die Vorstandsprotokolle in die Öffentlichkeit gelangen und gezeigt werden kann, dass der Beirat bei seinen September-Beschlüssen - entgegen der Satzung – übergangen wurde.

2014

Trotz des ordnungsgemäßen Antrags auf Einberufung einer Beiratssitzung durch wp.net-Beiräte wird dies rechtswidrig von der Kammergeschäftsführung abgelehnt.

Die wp.net-Beiräte verhindern eine Verschärfung der Berufssatzung, wie beispielsweise die Einführung der auftragsbegleitenden Qualitätssicherung für alle Abschlussprüfer. Die Einführung der qualitätssichernden Entgeltregelung scheitert trotz wp.net-Unterstützung an der Zweidrittelmehrheit

Die Beiratswahlen 2014 starten Anfang Juni. Trotz einer gewaltigen finanziellen Übermacht wird die Gschrei-Liste wieder die stärkste WP-Liste mit knapp 40 Prozent.

Viele neue wp.net-Arbeitskreise werden aktiv (FinVermV, EEG, EU-Reform).

2015

Im Juni 2015 feiert wp.net sein 10-jähriges Jubiläum in München.

Die Arbeit von wp.net steht ganz im Zeichen der deutschen Umsetzung der EU-Reformen (Verordnung und Richtlinie). wp.net setzt sich gegenüber der EU, der Regierung, des Parlaments, der Wirtschaftsprüferkammer sowie der Öffentlichkeit dafür ein, dass die EU-Reformen 1:1 - entsprechend dem Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD – umgesetzt werden. In zahlreichen Veröffentlichungen und auch in einer Vielzahl von Gesprächen mit Kammervertretern und Politikern bewirkt wp.net dahingehend, dass Entlastungen für die mittelständische Wirtschaftsprüfung umgesetzt werden.

wp.net beauftragt zwei renommierte Juristen mit der Überprüfung der Gesetzesänderungen hinsichtlich einer verfassungsgemäßen und europarechtlichen Umsetzung in Deutschland.

Im Dezember wird das APAReG (8. WPO-Novelle) trotz erheblicher rechtlicher Zweifel, die von wp.net transparent vorgetragen werden, vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet.

2016

Die EU-Reformgesetze sind vom Bundespräsident trotz der Zweifel der Gutachten unter-zeichnet worden. wp.net zieht Lehren aus dem Verrat der Politiker der Großen Koaltion an der mittelständischen Wirtschaftsprüfung und startet mit der Einführung der Jahresabschlussprüfung nach ISA.